Fotos: Max Threlfall / Markus Höhn

Jerry Hoffmann ist ein Multitalent. Er spielt, moderiert, schreibt und inszeniert. Schon in frühester Jugend stand er auf der Bühne. Von seinem Hamburger Agenten wurde er mit 13 Jahren entdeckt, und hatte bereits im Alter von 18 in seiner ersten Kinoensemblerolle einen kleinen Durchbruch: SHAHADA (2010), der Debütfilm von Burhan Qurbani, feierte im Offiziellen Wettbewerb der 60. Berlinale seine Premiere und gewann international Preise.

Nach Ausflügen in die Werbewelt und als Praktikant bei einer Maskenbildnerin folgte nach dem Abitur das Schauspiel-Studium: zunächst an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule in München und danach an der Universität der Künste in Berlin. Während des Studiums stand er immer wieder für außergewöhnliche Theaterproduktionen auf der Bühne, z.B. unter der Regie von René Pollesch an der Volksbühne in Berlin in „Schmeiß dein Ego weg!“ (2011-2014), oder in der Hauptrolle des Amor im Stück „I call my brothers“ (2013/14) am Landestheater Niederösterreich, das danach auf das angesehene Radikal Jung Festival und auf das Internationale Theaterfestival in Belo Horizonte in Brasilien eingeladen wurde. Für diese Rolle wurde er 2013 von Theater Heute zum Schauspieler des Jahres nominiert. Von der Bühne des bekannten Berliner Off-Theaters Ballhaus Naunynstraße folgte er Shermin Langhoff zunächst für Gastauftritte und dann auch als festes Ensemble-Mitglied von 2013- 2015 an das Maxim Gorki Theater. Außerdem - ebenfalls noch während seines Studiums - spielte er in verschiedenen Kino- und Fernsehproduktionen: "Wir sind wieder wer", wo er neben Liv Lisa Fries und Henriette Confurius einen jungen US-amerikanischen Besatzungssoldaten verkörperte, wurde mit dem „No Fear“-Award bei den renommierten First Steps Awards 2013 ausgezeichnet. Und im TV- Mehrteiler „Grzimek“ (2015) spielte Jerry Hoffmann an der Seite von Ulrich Tukur als bekannten Zoologen und Tierforscher Bernhard Grzimek die Rolle des Heroin-abhängigen Sohnes Thomas Grzimek. Die UFA wählte Jerry Hoffmann daraufhin in ihrer "Tribute to the next Generation" zum Actor to Watch. Er wurde 2013 für den Talent Campus der Berlinale (heute: Berlinale Talents) ausgewählt und knüpfte hier Kontakte mit jungen Filmemachern aus der ganzen Welt.
Schon im Jahr davor streckte Hoffmann seine Fühler auf dem internationalen Parkett aus. So besuchte er einen mehrwöchigen Schauspiel-Workshop in San Miniato, Italien, und ging in seinem zweiten Studienjahr für ein Auslandssemester nach London, besuchte dort den Schauspielunterricht an der Guildhall School of Drama, feilte am perfekten Oxford-Englisch und lernte ganz nebenbei eine ganz andere Film- und Theaterkultur kennen.
Zurück in Deutschland folgte die Echtzeit-Serie „Zeit der Helden“ (2013) in der er einen jungen Altenpfleger darstellt, der sich in seine Kollegin – gespielt von Jasna Fritzi-Bauer – verliebt. Die Serie wurde mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Und so blieb Hoffmann neben seinen Verpflichtungen am Theater auch weiterhin vor der Kamera stets präsent: In der Kinosatire HEIL (2015) von Regisseur Dietrich Brüggemann spielte Jerry Hoffmann die Hauptrolle Sebastian Klein an der Seite von Benno Fürmann und Liv Lisa Fries. Er wird für seine Darstellung als Bester Schauspieler auf dem Filmfest München nominiert. Der Film lief außerdem auf dem Filmfest Karlovy Vary und auf dem Internationalen Filmfestival Jerusalem im Wettbewerbsprogramm. Kurz vor der Festival-Tour für HEIL erfuhr Hoffmann, dass er für eines der prestigeträchtigsten Stipendienprogramme der Welt, das auf internationale Zusammenarbeit ausgerichtete Fulbright-Programm, ausgewählt wurde, das ihm die Tür zur Loyola Marymount University in Los Angeles öffnet. Hier setzte er 2015/16 seine Studien im Bereich Film- and TV-Production mit dem neuen Schwerpunkt Regie für Kinofilme fort. In einem wahren Crashkurs in allen Bereichen der Filmlandschaft, vom Drehbuch schreiben, zum Inszenieren, über Kamera und Postproduktion, traf er hier auf so namenhafte Podiumsgäste wie Jake Gyllenhall und Jane Fonda. Neben Rupert Friend, Hannah Ware und Zachary Quinto konnte Jerry Hoffmann für den US-amerikanischen Blockbuster HITMAN: AGENT 47 (2015) auch direkt – in einer sehr kleinen Rolle - amerikanische Film-Luft schnuppern.
Nach seiner Rückkehr nahm er sich einer ganz neuen Herausforderung an: Nachdem er beim Deutschen Filmpreis 2016 gemeinsam mit mehreren Kollegen ein fulminantes Show-Opening hinlegte, moderierte er 2017 gemeinsam mit Aylin Tezel über die gesamte Länge von 2,5 Stunden - mit unterschiedlichen Tanz und Performance Einlagen - den wichtigsten deutschen Nachwuchspreis First Steps. Der Abend war ein wahrer Erfolg. Seither unterstützt er mit seinem Show-Talent die Branche auch bei wichtigen Events.
Ende 2017 ging es wieder auf die Bühne: Jerry Hoffmann trat in „Mittelreich“, einer viel beachteten Inszenierung von Anta Helena Recke an den Münchener Kammerspielen, auf. Das Stück wurde hoch gelobt und 2018 zum angesehenen Theatertreffen in Berlin eingeladen, die Regie und das Ensemble wurden 2019 mit dem ITI-Theaterpreis ausgezeichnet.
2018 stand er, erneut gemeinsam mit Aylin Tezel, beim Deutschen Filmpreis auf der Bühne, dieses Mal als Paten für die Kategorie „Bester Kinderfilm“, den „Amelie Rennt“, in dem er selbst mitspielt, gewann. Auch als Jury-Mitglied engagierte sich Hoffmann: So wurde er im Januar 2019 in die Jury des Max Ophüls Preises berufen und hielt bei der Preisverleihung eine flammende und viel beachtete Rede an seine Generation zu Diversität im Deutschen Film. Und im Februar war er Mitglied der Jury für die Perspektive Deutsches Kino im Rahmen der Berlinale.
Im deutschen Fernsehen war Hoffmann kürzlich in dem Spielfilm „Die Freundin meiner Mutter“ in einer kleinen Rolle an der Seite von Max Riemelt und Katja Flint, und dem Familienfilm „Pauls Weihnachtswunsch“ an der Seite von Axel Stein und Petra Schmidt-Schaller zu sehen. Auf der großen Leinwand konnte man Jerry Hoffmann im Sommer 2019 in der Coming of Age-Kinokomödie ABIKALYPSE sehen, wo er neben Lea Van Acken, Lisa Marie Koroll, Reza Brojerdi und Lucas Reiber eine der Hauptrollen übernahm.

Gerade abgedreht hat Jerry Hoffmann seine Rolle als wahrscheinlich ersten schwarzen Märchenprinzen des deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Ngo The Chaus zweiter Regiearbeit „Die Hexenprinzessin“. Er spielt hier die Hauptrolle neben Jürgen Vogel, Desireé Nosbusch und Ken Duken.

In Kürze wird man Jerry Hoffmann darüber hinaus in dem Schweizer Familiendrama PLATZSPITZBABY von Pierre Monnard, der am 16. Januar 2020 in der Schweiz startet, auf der großen Leinwand sehen können.
Und das Jahr 2020 wird Jerry Hoffmann von einer neuen Seite präsentieren, wenn seine beiden Kurzfilme, MALL und 90%, die im Rahmen seines Masterstudiums im Fach Regie an der Hamburg Media School entstanden sind, beim 41. Filmfestival Max Ophüls Preis im Wettbewerb Ihre Uraufführung feiern und Jerry Hoffmann erstmals auch als Regisseur in die Öffentlichkeit tritt.
Privat engagiert sich Jerry Hoffmann seit jeher für gesellschaftliche Belange. Bereits in der Schulzeit arbeitete er ehrenamtlich mit anderen Kindern an gemeinnützigen Projekten, gab Nachhilfe und Schauspielunterricht, leitete eine Theatergruppe und inszenierte ein Theaterstück. Er gehört unterschiedlichen Institutionen als Alumni, Förderer oder als Kuratoriumsmitglied an. Zum Beispiel der Fulbright Stiftung, die vorrangig junge Menschen fördert und setzt sich im Freundeskreis der Universität der Künste und als Mitglied der Deutschen Filmakademie vermehrt für Nachwuchsförderung und Diversität ein. Er leitete ehrenamtlich den Brainroom der Deutschen Filmakademie und ist immer wieder für das Auswärtige Amt oder verschiedene NGO‘s tätig. Regelmäßig wird er auf Panels und in Gremien zu Themen wie Chancengleichheit, Rassismus und Vielfalt hinzugezogen. Jerry arbeitet 2017 für die Robert Bosch Stiftung bei „TiL“ - Talent im Land Bayern - als Botschafter und Pate, um Kindern und Jugendlichen mit Migrations- oder Flüchtlingsgeschichte zu helfen. Heute ist er Kuratoriumsmitglied des Aelius Förderwerks und begleitet hier als Mentor einen jungen Menschen in dessen schulischer Laufbahn.

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