Foto: © Mathias Bothor / Anne Ratte-Polle in DER PALAST (Volksbühne), Foto: © Dieter Hartwig

Anne Ratte-Polle ist eine besondere, eine herausragende Künstlerin, deren künstlerisches Schaffen eine enorme Bandbreite umschließt. Im Film taucht sie tief in die ihre anvertrauten sehr unterschiedlichen Rollen ein, sodass man meinen könnte, sie ließe ihr eigenes Ich buchstäblich zu Hause. Im Theater sieht man sie vor allem ihrer Lust am komödiantischen, energetischen, sehr körperlichen und improvisatorischen Spiel nachgehen. 

„Anne Ratte-Polle ist perfekt in ihrer Rolle. Sie zeigt etwas Jody Foster-haftes, dass äußerlich Harsche und die innerliche Weichheit in genau richtigem Verhältnis, mit dem stets subtilen, ganz kleinen Ausdruck in den Augen, um den Mund, in den Bewegungen, der passt.“ Harald Mühlbeyer / Kino-Zeit.de (Es gilt das gesprochene Wort)

„Oder wenn Anne Ratte-Polle unter all diesen Meister-Tänzerinnen und -Tänzern mitglänzt, als habe sie nie etwas anderes getan.“ Janis El-Bira / Nachtkritik.de

Ihre darstellende Kunst zeichnet sich gleichermaßen mit großer Wandlungsfähigkeit und Mut aus. Mit ihrer markanten Stimme verleiht sie Hörspielen und Hörbüchern eine besondere Note und ihre Auftritte als Sängerin – meist in kleinen Bars – sind ein Geheimtipp.

Zuletzt sah man Anne Ratte-Polle auf der großen Leinwand in der Hauptrolle in der von İlker Çatak inszenierten unkonventionellen Liebesgeschichte ES GILT DAS GESPROCHENE WORT. Sie spielt darin eine selbstbewusste deutsche Pilotin, die eine Scheinehe mit einem deutlich jüngeren türkischen Mann eingeht und mit ihm ein gemeinsames Leben versucht. Darüber hinaus gehört sie in der international erfolgreichen Netflix-Serie „Dark“ von Baran bo Odar seit 2017 zum Stamm-Ensemble als junge Krankenschwester Ines Kahnwald. Und im Fernsehen war sie kürzlich an der Seite von Peter Lohmeyer in Jakob Ziemnickis Verfilmung des Romans „Walküre“ von Craig Russell, „Todesengel“, zu sehen. 
Die stets zwischen ihren verschiedenen Theater-Engagements und Drehorten pendelnde Ratte-Polle stand kürzlich für den neuen „Tatort: Die Ferien des Monsieur Murot“ an der Seite von Ulrich Tukur und der internationalen TV-Serie „Shadowplay“ an der Seite von Taylor Kitsch, Sebastian Koch, Mala Emde, Nina Hoss uvm. vor der Kamera, deren Ausstrahlung für das Frühjahr 2020 vorgesehen ist.

Nach einem ersten Engagement 1999 als festes Ensemblemitglied am Staatstheater in Cottbus war die aus dem niedersächsischen Cloppenburg stammende Ratte-Polle in den Folgejahren auf den Bühnen des Düsseldorfer Schauspielhauses, des Schauspielhauses Zürich und dem Deutsches Theater, Maxim Gorki Theater und Hebbel am Ufer in Berlin zu sehen. Darüber hinaus gehörte sie im Schauspiel Hannover und an der Volksbühne Berlin mehrere Jahre zum festen Ensemble und spielte an der Volksbühne u.a. in den Inszenierungen von Frank Castorf, René Pollesch, Dimiter Gotscheff und Herbert Fritsch.
2016 feierte sie am Opernhaus Zürich in „Die Hamletmaschine“ unter der Regie von Sebastian Baumgarten, mit dem sie zuvor bereits am Schauspielhaus Zürich zusammengearbeitet hatte, große Erfolge. „Die deutsche Bühne“ beschrieb ihre Darstellung des Hamlet 2 als „ein theatralisches Ereignis“. Und ebenfalls in Zürich, am Schauspielhaus, stand sie u.a. 2017 als schrillstes Rotkäppchen, das die Welt bisher gesehen hat, in ihrer dritten Herbert Fritsch-Inszenierung in „Grimmige Märchen“ auf der Bühne und wurde erneut für ihre Darbietung von Publikum wie Presse gleichermaßen gefeiert. Im selben Jahr feierte Ratte-Polle am Berliner Ensemble in einem der Eröffnungsstücke „Nichts von mir“, unter der Regie von Mateja Koležnik, Premiere.
Ihre erste Zusammenarbeit mit Fritsch „Murmel, Murmel“ – 2012 für die Volksbühne Berlin uraufgeführt – gastiert seit Ende 2018 mit gefeiertem Medienecho und ausverkauftem Haus in Bochum.
Ebenfalls Ende 2018 war sie als Donald Trump an den Münchener Kammerspielen in „Jedem das Seine“ unter der Regie von Marta Górnicka zu sehen. Im April erlebte die Tanztheaterproduktion „Der Palast“ von Constanza Macras mit Anne Ratte-Polle in einer der Hauptrollen seine gefeierte Premiere in der Berliner Volksbühne.

Trotz der vielfältigen Theater-Engagements gelingt es Anne Ratte-Polle auch vor der Kamera immer wieder Höchstleistungen zu erbringen: Einem größeren Kinopublikum wurde sie erstmals in Andreas Dresens WILLENBROCK (2005) oder Romuald Karmakars DIE NACHT SINGT IHRE LIEDER (2004) bekannt. Im Fernsehen tritt sie in Krimiserien wie „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ in Erscheinung und arbeitete mit Regisseuren wie Friedemann Fromm, Hermine Huntgeburth, Torsten C. Fischer, Miguel Alexandre und Stephan Wagner zusammen. Anne Ratte-Polle suchte aber vor allem stets nach interessanten und ungewöhnlichen Kinorollen. So stand sie in der Hauptrolle für Nicolas Wackerbarth’s Abschlussfilm „Halbschatten“ (Premiere Berlinale 2013) wie auch für David Dietl’s Filmdebüt „Auf Nummer sicher?“ (2007) oder Burhan Qurbanis Kurzfilm „Illusion“ (2010) und in seinem Langfilmdebüt „Shahada“ (2010) vor der Kamera. Mit der außergewöhnlichen Produktion „Dirty Young Loose“, der norwegischen Künstlerin Lene Berg, war sie 2013 im Rahmen der Biennale di Venezia als offizieller Beitrag im norwegischen Pavillon präsent. Ebenfalls 2013 sieht man Anne Ratte-Polle an der Seite von Wolfram Koch in Sylvie Michels „Die feinen Unterschiede“. Auf der Berlinale 2015 feierten gleich zwei Filme ihre Weltpremiere, in denen sie in der titelgebenden Hauptrolle zu sehen war:  WANJA, dem Langfilmdebüt von Regisseurin Carolina Hellsgård und SIBYLLE, dem Abschlussfilm (HFF München) von Michael Krummenacher. Für SIBYLLE, der im März 2016 in den deutschen Kinos startete, wurde sie beim Dark Frame Film Festival Santa Fe als „Best Actor in a female role“ ausgezeichnet. Zeitgleich war Anne Ratte-Polle darüber hinaus im Kino in der Tragikomödie DIE HANNAS (Regie: Julia C. Kaiser) zu sehen, die zuvor auf verschiedenen Festivals Erfolge gefeiert hatte. Der Film DER GEBURTSTAG (Regie: Carlos A. Morelli), in dem sie an der Seite von Mark Waschke eine geschiedene Ehefrau spielt, die versucht mit ihrem Ex-Mann eine Geburtstagsfeier für den gemeinsamen Sohn zu organisieren, welche im absolutem Chaos versinkt, wurde erstmals im Januar 2019 beim Max Ophüls Filmfestival präsentiert und seitdem reist der Film um die ganze Welt unter anderem Shanghai und Toronto. Ein Film der hochgradig von der Presse gelobt wird: „Es ist Ratte-Polles große Kunst, diese Rolle in wenigen Szenen zu einer vielschichtigen Figur aufzubauen, die lange im Gedächtnis bleibt.“ „Es gibt kaum etwas, das Anne Ratte-Polle nicht kann. Und sie scheut sich nicht, immer wieder Neues auszuprobieren. Angst sich dabei zu übernehmen hat sie nicht, dazu kennt sie ihre Grenzen zu gut.” Thomas Abeltshauser / German Films Quarterly (Der Geburtstag).

Anne Ratte-Polle ist Mitglied der Deutschen Filmakademie und lebt seit 2005 in Berlin.

Schauspielerin
Ständige PR-Betreuung

Künstler

Lea van Acken Schauspielerin
Reza Brojerdi Schauspieler
Floriane Daniel Schauspielerin
Emma Drogunova Schauspielerin
Mala Emde Schauspielerin
Jella Haase Schauspielerin
Karoline Herfurth Schauspielerin
Jerry Hoffmann Schauspieler
Svenja Jung Schauspielerin
Tom Lass Schauspieler und Regisseur
Valerie Pachner Schauspielerin
Henny Reents Schauspielerin
Armin Rohde Schauspieler
Gina Stiebitz Schauspielerin
Katharina Wackernagel Schauspielerin