Fotos: © Jeanne Degraa

Svenja Jung

Erste Bühnenerfahrungen sammelte Svenja Jung tanzend: Bei Auftritten als Showtanz-Duo, einer erzählerischen Tanzform, die sie gemeinsam mit ihrer Cousine im Teenager-Alter drei Jahre lang auf Turnier-Niveau betrieb, entstand bei ihr der Wunsch, Schauspielerin zu werden. Noch als Abiturientin nahm sie ihren ersten Schauspielunterricht. Zielstrebig ging sie daraufhin zu Castings und fand so zu ihrer Agentin Silvana Liebich, mit der sie seit ihrem Abitur zusammenarbeitet.

Ihre erste Kinohauptrolle erarbeitete sich Svenja Jung in FUCKING BERLIN (2016, Regie: Florian Gottschick), in der sie Sonia Rossi, Hauptfigur und Autorin der autobiographischen Romanvorlage spielt. Rossi schildert darin, wie sie 2001 ihr Mathematikstudium in Berlin als Teilzeit-Prostituierte finanzierte.

Es folgten einige Episodenrollen für das Fernsehen und Kurzfilmauftritte sowie ihr Auftritt in dem YouTube-Hit „Darth Maul: Apprentice“, dem Abschlussfilm von Regisseur Shawn Bu, der in der Kategorie „Best Video of the Year 2015“ mit dem Deutschen Webvideopreis und einer Nominierung für den „Goldene Kamera Digital Award“ ausgezeichnet wurde. Der 17-minütige Kurzfilm, in dem Jung die Hauptrolle einer furchtlosen Jedi-Schülerin übernommen hat, wurde seit seiner Veröffentlichung im März 2015 mehr als 16 Millionen Mal aufgerufen und sorgte nicht nur unter den deutschen „Star Wars“-Fans für Aufsehen.

An der Seite von Louis Hofmann und Jannik Schümann spielte sie im selben Jahr die weibliche Hauptrolle in Jacob M. Erwas Verfilmung von Andreas Steinhöfels gleichnamigen Coming of Age-Roman DIE MITTE DER WELT (2016). Svenja Jung wurde für ihre Darstellung der jungen Kat, der besten Freundin der Hauptfigur Phil, mit einer Nominierung für den Förderpreis Neues Deutsches Kino geehrt.

Zudem sah man Svenja Jung 2016 als geistig behindertes Mädchen Sylvia Kleine in dem Fernsehdrama „Ostfriesenkiller“. Für ihre drei Hauptrollen in FUCKING BERLIN, DIE MITTE DER WELT und „Ostfriesenkiller“ wurde Svenja Jung für den New Faces Award 2017 nominiert. 2017 stand Svenja Jung für die vielbeachtete Fernsehserie „Zarah“ (Regie: Richard Huber) an der Seite von Claudia Eisinger vor der Kamera.

Im Frühsommer 2018 laufen die Dreharbeiten für die Märchenadaption „Der süße Brei“ der Brüder Grimm. Darin übernimmt Svenja Jung an der Seite von Merlin Rose die weibliche Hauptrolle der Jola. Auch auf der großen Leinwand wird Svenja Jung in diesem Jahr zu sehen sein: Für den Kinospielfilm G’STÄTTEN (Regie: Peter Evers) steht Svenja Jung erneut mit Merlin Rose zusammen vor der Kamera. Sie übernehmen die Hauptrollen der Geschwister Maria und Gregor. Und unter der Regie von Ziska Riemann (LOLLIPOP MONSTER) wird Svenja Jung Ende des Jahres in ELECTRIC GIRL im Kino zu sehen sein.

In der Amazon-Prime-Serie „Beat“ von Marco Kreuzpainter spielt Svenja Jung Ende 2018 die Rolle der Nani. Zudem hat sie eine tragende Rolle in dem Dresdner Tatort „Wer jetzt alleine ist“ (Regie: Theresa von Eltz), der noch 2018 in der ARD ausgestrahlt wird, übernommen.

Ebenfalls für 2018 auf dem Programm: Derzeit steht Svenja Jung in Budapest für die Romanverfilmung von Michael Tsokos und Andreas Gößling „Zersetzt“ vor der Kamera. In dem Gefangenendrama übernimmt sie die Hauptrolle der Jana Forster, eine junge Kellnerin, die von einem gesuchten Mörder in einem Keller gefangen gehalten wird. Gerade abgedreht ist der ZDF-Thriller „Jenseits der Angst“ (Regie: Thorsten Näter) in dem Svenja Jung an der Seite von Anja Kling und Benjamin Sadler gespielt hat.

Svenja Jung wurde 1993 in Hessen geboren und lebt heute in Berlin. Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin plant sie, ihr Studium der Europäischen Medienwissenschaft 2018 mit dem Bachelor abzuschließen.

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