Foto: © Steffi Henn/Glampool

Jella Haase wurde 1992 in Berlin-Kreuzberg geboren und zählt derzeit zu den vielversprechendsten Nachwuchstalenten des deutschen Kinos. Mit sehr anspruchsvollen Rollen – oftmals rebellische Frauen, Jugendliche am Rande der Gesellschaft – hat die heute 25-jährige ihr Können bereits nachhaltig unter Beweis gestellt und wurde für ihr darstellerisches Können mehrfach ausgezeichnet.

Nach verschiedenen Rollen fürs Fernsehen feierte Jella Haase ihr Kino-Debüt gleich mit einer charakterstarken Hauptrolle: In LOLLIPOP MONSTER von Ziska Riemann (2011) rebelliert sie als wilde, ungezügelte Ariane, die in ihrer Bonbon-bunten Lollipop-Welt lebt, gegen ihre naive Familie und die Erwachsenenwelt um sie herum – mit allen Konsequenzen. Auch in ihrer zweiten Kino-Rolle konnte sie ihr besonderes Talent zeigen: In David Wnendts vielfach ausgezeichnetem Debüt KRIEGERIN (2012), einer erschütternden Neonazi-Milieustudie, verkörperte sie, an der Seite von Alina Levshin, die Schülerin Svenja, die sich gegen ihr strenges Elternhaus auflehnt und, fasziniert vom Nationalsozialismus, alles tut, um in eine rechtsradikale Clique aufgenommen zu werden. Für ihre Rollen in LOLLIPOP MONSTER und KRIEGERIN wurde Jella Haase beim Bayerischen Filmpreis 2012 mit dem Preis als „Beste Nachwuchsdarstellerin“ ausgezeichnet. Im Juni 2013 folgte die Auszeichnung mit dem Günther-Strack-Fernsehpreis als „Beste Darstellerin“ für ihren Part im „Tatort – Puppenspieler“ (Regie: Florian Baxmeyer).  

Nach Nebenrollen in den Kinofilmen RUHM (2012, Regie: Isabel Kleefeld), der Verfilmung des gleichnamigen Buches von Daniel Kehlmann, und KÖNIG VON DEUTSCHLAND mit Olli Dittrich (2013, Regie: David Dietl) war Jella Haase 2013 noch in drei weiteren Produktionen in sehr unterschiedlichen Rollen zu sehen: Im Fernsehen spielte sie an der Seite von Silke Bodenbender und Matthias Brandt in dem Psychothriller „Eine verhängnisvolle Nacht“ (ZDF) die Tochter einer von einem Stalker verfolgten jungen Frau sowie die traurige Prinzessin Luise in der Märchenverfilmung „Die goldene Gans“ (ZDF).

2014 stand Jella Haase unter anderem für das NDR-Doku-Drama „Die Klasse“ (Regie: Ben von Grafenstein) und im Frühjahr 2015 konnte man sie in der internationalen Serien-Koproduktion „The Team“ (Regie: Katrine Windfeld) sehen.

2013 und 2015 begeisterte sie in Bora Dagtekins Sensationserfolgen FACK JU GÖHTE und FACK JU GÖHTE 2 ein Millionenpublikum und wurde 2014 für ihre umwerfende Darstellung der prolligen Schülerin Chantal im ersten FACK JU GÖHTE-Teil mit einer Nominierung in der Kategorie „Beste darstellerische Leistung – weibliche Nebenrolle“ für den Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

Direkt auf den Erfolg von FACK JU GÖHTE 2 folgte eine beeindruckende Hauptrolle in Theresa von Eltz’ VIER KÖNIGE, der sich schnell zum Arthouse-Liebling entwickelte und nach wie vor auf internationalen Festivals zu sehen ist.

2016 begann für Jella Haase mit einer großen Auszeichnung: Für ihr darstellerisches Können wurde sie im Rahmen der Berlinale 2016 zum European Shooting Star für Deutschland gekürt. Und das Jahr ging vielseitig weiter: Man sah Jella Haase als Teil des Ermittlerteams im neuen Dresdener „Tatort“ sowie im Kino in dem feinfühlig und cineastisch gekonnt inszenierten Abschlussfilm der HFF-Absolventin Leonie Krippendorf LOOPING. Zugleich konnte Jella Haase in dem Animations-Sommerblockbuster PETS erstmals ihr Talent als Synchronstimme unter Beweis stellen. Es folgte eine Nebenrolle in Matthias Startes NIRGENDWO an der Seite von Ludwig Trepte zu sehen.

Im Herbst 2017 war Jella Haase im Fernsehen in einer Hauptrolle in dem Drama „Das Leben Danach“ (Regie: Nicole Weegmann) über das Unglück auf der Love Parade 2010, an der Seite von Carlo Ljubek zu sehen und fast zeitgleich feierte sie die Fancommunity erneut bei ihrem letzten Auftritt in der Rolle der Chantal in dem abschließenden dritten Teil von FACK JU GÖHTE: #FINALFACK, der mit knapp 6 Mio. Zuschauer 2017 die meisten Besucher in die deutschen Kinos locken konnte.

Im Frühjahr 2018 steht bereits Haases nächster Leinwand-Aufritt vor der Tür: An der Seite von Matthias Schweighöfer und Marc Benjamin ist sie in dem Roadmovie VIELMACHGLAS zu sehen.

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