Foto: © Mathias Bothor

Anne Ratte-Polle studierte von 1996-2000 an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. 

Sie wurde von Christoph Schroth, der sie 1999 als festes Ensemblemitglied an das Staatstheater in Cottbus holte, quasi entdeckt und wurde in den Folgejahren im Theater groß. Neben freien Engagements u.a. am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Schauspielhaus Zürich und in Berlin am Deutschen Theater, am Maxim Gorki Theater und am Hebbel am Ufer, arbeitete Anne Ratte-Polle am Schauspiel Hannover und an der Volksbühne Berlin jeweils drei Jahre als festes Ensemblemitglied. 

Im Januar und Februar dieses Jahres spielte sie im Opernhaus Zürich Hamlet2 in „Die Hamletmaschine“ unter der Regie von Sebastian Baumgarten. „Die deutsche Bühne“ feierte sie für ihre Darstellung als „ein theatralisches Ereignis“.

An der Berliner Volksbühne war sie in Herbert Fritschs Inszenierung „Murmel Murmel“ zu sehen und 2016 spielte sie ebenfalls für Herbert Fritsch in dem Stück „Wer hat Angst vor Hugo Wolf?“ am Schauspielhaus Zürich.

Neben ihren vielen Theaterengagements arbeitete Anne Ratte-Polle auch stets vor der Kamera. Einem größeren Kinopublikum ist sie aus Andreas Dresens WILLENBROCK (2005) oder Romuald Karmakars DIE NACHT SINGT IHRE LIEDER (2004) bekannt. Des Weiteren spielte sie bereits mehrfach in den beiden renommierten TV-Krimiserien „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ mit, z.B. in der „Tatort“-Folge „… es wird Trauer sein und Schmerz“ unter der Regie von Friedemann Fromm (2009) oder „Die Wahrheit stirbt zuerst“ (2013, Regie: Miguel Alexandre) sowie die „Polizeiruf“-Folge „Verloren“ (2003, Regie: Andreas Kleinert). 

Besonders reizvoll empfand Anne Ratte-Polle in der Vergangenheit die Arbeit mit jungen Regisseuren, wie z.B. Nicolas Wackerbarth, in dessen Abschlussfilm HALBSCHATTEN, der während der Berlinale 2013 seine Premiere feierte, sie die Hauptrolle spielte. Ebenso wie in David Dietls Filmdebüt „Auf Nummer sicher?“ (2007) oder Burhan Qurbanis Kurzfilm „Illusion“ (2010). Ensemble-Rollen übernahm Ratte-Polle darüber hinaus in außergewöhnlichen Produktionen wie Lene Bergs Film „Dirty Young Loose“, der 2013 im Rahmen der Biennale di Venezia als offizieller Beitrag im norwegischen Pavillon präsentiert wurde, oder Sylvie Michels „Die feinen Unterschiede“ an der Seite von Wolfram Koch. Zurzeit ist Anne Ratte-Polle in Vorbereitung für Christiaan Bastiaans neues Kunstfilmprojekt, in dem sie neben Jeanne Moreau, Yoshi Oida und Hanna Schygulla spielt.

Wenn ihre Engagements es zulassen, beteiligt sich Anne Ratte-Polle sehr gern an Hörspiel-Produktionen, wie zum Beispiel „Im bewohnten Gebiet der Schädelhöhle“ von Gerhard Meister (Regie: Erik Altorfer), oder „Lost in Navigation“ von A. Götz und L.-M. Dickreiter (Regie: Mark Ginzler), die beide im Schweizer Radio ausgestrahlt wurden.

Bei der Berlinale 2015 war Anne Ratte-Polle in der Reihe „Perspektive Deutsches Kino“ in gleich zwei Haupt- und Titelrollen zu sehen: in WANJA, dem Langfilmdebüt von Regisseurin Carolina Hellsgård sowie in SIBYLLE, dem Abschlussfilm (HFF München) von Michael Krummenacher. Für SIBYLLE, der im März 2016 in den deutschen Kinos startete, wurde sie zuletzt beim Dark Frame Film Festival Santa Fe als „Best Actor in a female role“ ausgezeichnet.

Beim 34. Filmfest München 2016 sah man Anne in der Tragikomödie DIE HANNAS (Regie: Julia C. Kaiser), der sich nachfolgend zum Festivalerfolg entwickelte und bei den 38. Biberachen Filmfestspielen sowie beim 27. Kinofest Lünen zu sehen war.

Zuletzt stand Anne Ratte-Polle für die erste in Deutschland produzierte Netflix Originals-Serie „Dark“ unter der Regie von Baran bo Odar, die ab Herbst/Winter 2017 auf dem Streaming-Portal zu sehen sein wird, vor der Kamera. Auf der Bühne sah man sie im März mit Herbert Fritschs Stück „Wer hat Angst vor Hugo Wolf“ in Taipeh auf der Bühne.

Anfang April wurde das Stück „Grimmige Märchen“, erneut eine Zusammenarbeit mit Herbert Fritsch, in dem Anne Ratte-Polle als schrilles Rotkäppchen zu sehen ist, am Schauspielhaus Zürich von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert.

Seit 2005 lebt Anne Ratte-Polle, sofern sie nicht für ihre zahlreichen Engagements unterwegs ist, in Berlin.

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